Nachgedacht: Auszeit

In letzter Zeit habe ich mir eine Auszeit gegönnt, die ich dringend gebraucht habe. Mir ging langsam die Puste aus und es zog mir den Boden unter den Füßen weg. Meine Kreativität war dahin und ich siechte herum wie eine alte Kröte. Irgendwie kam ich mit dieser Veränderung nicht klar, denn normalerweise packe ich die Dinge gerne beim Schopf und gehe alles mit Energie und Leidenschaft an. Doch all das war auf der Strecke geblieben.

Morgens wusste ich nicht, wieso ich aufstehen sollte und freute mich nur darauf, mich Abends wieder verkriechen zu dürfen. Meine sozialen Kontakte beschränkten sich auf ein Minimum, die Lust auszugehen lag in weiter Ferne und ich erkannte mich selbst nicht wieder. Zum Teufel noch eins, so kann es nicht weiter gehen. Noch nie war ich so lustlos gewesen und hatte gleichzeitig so Lust, etwas daran zu ändern. Lange habe ich mit all meinen Entscheidungen gehadert und letztendlich einen Entschluss gefasst. Also verbrachte ich Zeit mit meiner Familie, redete mit meinen Liebsten und flüchtete vor der Ideenlosigkeit am Schreibtisch. Zuletzt führte mich mein Drang nach Veränderung nach Berlin, wo ich einen längst vergessenen Traum wieder erkannte und nun nichts sehnlicher möchte, als ihn zu verwirklichen. Dafür muss sich einiges ändern, genauer gesagt stelle ich mein Leben nun auf den Kopf und lebe wieder bewusster mit dem Fokus auf Kreativität und Zufriedenheit.

Das war ein richtiger Paukenschlag, denn ich bin endlich aus meinem Trott aufgewacht und wacher denn je. Es wird Veränderungen regnen, dass die Vergangenheit aussehen wird, wie ein nasser Hund. Die erste wird sein, dass ich an meinem Blogazine vorerst nur im Hintergrund arbeiten werde, denn ich will so einiges ändern, neu machen und meinen Ideen die nötige Zeit geben. Wie lange ihr keinen neuen Content mehr bekommt, ist noch ungewiss. Ich will mich keinem zeitlichen Druck beugen oder Leichtsinnsfehler machen. Es soll schlicht besser werden und das gelingt nur mit kreativer Gelassenheit. Kein Termindruck und kein Stress sollen in Zukunft meinen Alltag bestimmen. Auf Instagram und vielleicht auch Facebook halte ich euch weiter auf dem Laufenden und nehme euch weiterhin mit auf meine Reisen. Es wird natürlich nichts vergessen, sondern weiterhin aufgeschrieben und einfach zeitversetzt online gestellt.

Ich hoffe sehr, ihr versteht meine Entscheidung wenigstens ein bisschen und freut euch genauso wie ich, wenn mein Herzensprojekt wieder neue Wellen schlägt. Veränderungen sind wichtig. Denn „Wer glaubt gut zu sein, hört auf besser zu werden.“ habe ich nach wie vor noch hinter den Ohren geschrieben stehen und will meine Energie wieder dafür einsetzen, wofür ich brenne: den Journalismus.

You like? Like!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *